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Martindale bei Stühlen: Was sagen Scheuertouren über den Bezug aus?

Martindale bei Stühlen hilft Ihnen, die Scheuerbeständigkeit eines Bezugs einzuordnen. Doch was bedeuten 20.000, 50.000 oder 100.000 Scheuertouren für ein Restaurant, einen Hotelbetrieb oder einen Konferenzraum?

Dieser Ratgeber erklärt die Kennzahl und zeigt, welche Informationen Sie vor einer größeren Bestellung zusätzlich benötigen. So vergleichen Sie Polsterstühle anhand Ihres Betriebsalltags und der konkreten Produktdaten.

Die kurze Antwort: Ein Martindale-Wert beschreibt das Ergebnis einer kontrollierten Abriebprüfung am Bezugsmaterial. Er sagt allein weder aus, wie viele Jahre ein Stuhl hält, noch wie viel Gewicht er trägt.

Eine erste Auswahl finden Sie bei unseren Restaurantstühlen für die Gastronomie und Konferenzstühlen.

Beiger Polsterstuhl mit sichtbarer Gewebestruktur neben Stoffmustern in einem hellen Restaurant.

1. Was bedeutet Martindale bei Stühlen?

Beim Sitzen entsteht Reibung zwischen Kleidung und Polsterbezug. Die Martindale-Prüfung untersucht unter festgelegten Bedingungen, wie das Material auf wiederholtes Scheuern reagiert. Das Ergebnis erscheint in Produktbeschreibungen häufig als Anzahl der Scheuertouren oder Martindale-Zyklen.

Ein höherer Wert steht bei vergleichbaren Prüfbedingungen für eine höhere nachgewiesene Scheuerbeständigkeit. Die Zahl beschreibt jedoch nur einen Ausschnitt der Materialleistung. Fleckenverhalten, Farbechtheit, Nähte und Sitzkomfort beurteilen Sie zusätzlich.

Bezug und vollständigen Stuhl unterscheiden

Für Ihren Einkauf sind deshalb zwei Ebenen wichtig: die Eignung des Bezugs und die Eignung der gesamten Konstruktion. Gestell, Verbindungen, Polsteraufbau und freigegebene Belastbarkeit gehören in eine eigene Prüfung. Ein Stoffwert ersetzt diese Angaben nicht.

Technische Einordnung: ISO 12947-2 und Kvadrat.

Illustration eines Martindale-Prüfgeräts mit runden Stoffproben zur Prüfung der Scheuerbeständigkeit von Stuhlbezügen.

2. Wie funktioniert der Martindale-Test?

Eine Prüfmaschine bewegt die Stoffprobe unter definierter Belastung gegen ein festgelegtes Scheuermaterial. Das Labor kontrolliert sie in bestimmten Abständen. Entscheidend ist, nach welchem Verfahren und bis zu welchem Endpunkt geprüft wurde. ISO 12947-2 beschreibt die Bestimmung der Probenzerstörung bei textilen Flächengebilden.

  1. Probe zuordnen: Bezugsqualität und geprüfte Ausführung festhalten.
  2. Verfahren dokumentieren: Prüfnorm, Belastung und Bewertungskriterium angeben.
  3. Ergebnis lesen: Erreichte Zyklen und Zustand am Prüfende gemeinsam betrachten.

„100.000“ und „mindestens 100.000“ genau lesen

Fragen Sie nach, ob der Versuch bei dieser Zahl endete oder ob tatsächlich ein definierter Materialausfall vorlag. Eine veröffentlichte Zahl lässt das nicht immer erkennen. Für vergleichbare Angebote sollten dieselben Angaben zum Prüfverfahren vorliegen.

Martindale und Wyzenbeek getrennt betrachten: „Double Rubs“ aus einer Wyzenbeek-Prüfung lassen sich nicht mit einem festen Faktor in Martindale-Scheuertouren umrechnen.

Grundlagen: ISO, ACT und Kvadrat.

Drei Polsterstühle in Taupe, Olivgrün und Anthrazit neben Stoffmustern in einem hellen Gastronomie- und Konferenzbereich.

3. Wie viele Scheuertouren sind für die Gastronomie sinnvoll?

Eine pauschale Mindestzahl für jeden Gastronomiestuhl greift zu kurz. Als eine Orientierung veröffentlicht die Association for Contract Textiles freiwillige Richtwerte für gewebte und gestrickte Polsterstoffe. Sie unterscheidet zwischen weniger und stärker frequentierten gewerblichen Bereichen.

Freiwillige ACT-Richtwerte für textile Polsterbezüge
Nutzung nach ACTMartindale-RichtwertEinordnung für Ihren Einkauf
Commercial low traffic / private spaces20.000 ZyklenOrientierung für weniger frequentierte gewerbliche Bereiche.
Commercial high traffic / public spaces40.000 ZyklenOrientierung für stark frequentierte öffentliche Bereiche.

Quelle: ACT Abrasion Disclaimer. Die zugrunde liegende ACT-Martindale-Prüfung verwendet ASTM D4966 bei 12 kPa. Die Zahlen sind keine allgemeine deutsche Gesetzesvorgabe und keine automatische Freigabe für einen bestimmten Stuhl.

Das Nutzungsprofil zuerst festlegen

Beschreiben Sie vor der Anfrage, ob die Stühle täglich mehrere Gästewechsel erleben, überwiegend für Besprechungen bereitstehen oder regelmäßig bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Vereinbaren Sie darauf abgestimmte Bezugsanforderungen, statt allein den höchsten Zahlenwert auszuwählen.

Insbesondere bei Angeboten mit unterschiedlichen Prüfnormen sollten Sie die Ergebnisse erst nach Klärung der Prüfbedingungen gegenüberstellen.

Drei Polsterstühle in Taupe, Olivgrün und Anthrazit neben Stoffmustern in einem hellen Gastronomie- und Konferenzbereich.

4. Warum 100.000 Martindale keine Lebensdauer versprechen

100.000 Scheuertouren bedeuten nicht 100.000 Gäste und auch keine bestimmte Zahl an Nutzungsjahren. Ebenso hält ein Bezug mit 100.000 Zyklen nicht automatisch doppelt so lange wie einer mit 50.000. ACT weist ausdrücklich auf die begrenzte Aussagekraft hoher Abriebwerte für die tatsächliche Lebensdauer hin.

Im Betrieb wirken weitere Einflüsse zusammen: Reinigungsmittel, Verschmutzungen, Sonneneinstrahlung, Transport und der Umgang mit den Möbeln. Ein hoher Laborwert kann daher die Entscheidung unterstützen, ersetzt aber keine Prüfung des vorgesehenen Einsatzes.

Praxisfrage für den Angebotsvergleich: Welches konkrete Alltagsproblem soll der höhere Wert lösen? Wenn es um Flecken, Farbveränderungen oder die Reinigung zwischen zwei Veranstaltungen geht, benötigen Sie dafür zusätzliche Informationen.

Vergleichen Sie außerdem die Gesamtkosten: Stückpreis, Pflegeaufwand, Handhabung und die Möglichkeit einer späteren Ergänzungsbestellung. Eine nachvollziehbare Auswahl hilft Ihrem Team mehr als eine einzelne Rekordzahl.

Zur Interpretation der Kennzahl: ACT.

Mitarbeiter kontrolliert die Polsternaht eines beigen Restaurantstuhls; daneben liegen eine weiche Bürste und ein Reinigungstuch.

5. Welche Qualitätsmerkmale neben Martindale zählen

Ein geeignetes Datenblatt trennt die verschiedenen Eigenschaften des Bezugs. Stoffhersteller wie Gabriel führen Scheuerbeständigkeit, Pilling, Lichtechtheit und Reibechtheit als eigene Prüfergebnisse auf. Übernehmen Sie diese Trennung in Ihre Einkaufsunterlagen.

Diese Angaben ergänzen den Martindale-Wert
Merkmal Was es beschreibt Frage vor der Bestellung
Pilling Neigung zur Knötchenbildung; bei entsprechender Prüfung Skala 1 bis 5, mit 5 als bester Note. Welche Note erreicht die konkrete Bezugsqualität?
Reibechtheit Widerstand gegen Farbübertragung bei trockener oder nasser Reibung. Liegen getrennte Ergebnisse für trocken und nass vor?
Lichtechtheit Widerstand gegen Farbveränderung durch Lichteinwirkung. Welche Angaben gibt es für Plätze an großen Fenstern?
Pflegefreigabe Geeignete Mittel und Verfahren für den Bezug. Passt die Freigabe zu Ihrer Reinigungsroutine?
Brandverhalten Separat nachzuweisende Eigenschaft der geprüften Ausführung. Welcher konkrete Nachweis liegt für die vorgesehene Polsterkombination vor?

Beispiel für getrennt dokumentierte Materialprüfungen: Gabriel Comfort+. Die dort genannten Werte gelten für diese Stoffqualität, nicht pauschal für andere Bezüge.

Ergänzen Sie die Unterlagen durch ein Muster: Prüfen Sie Farbe und Oberfläche im Raum, setzen Sie sich auf den Stuhl und betrachten Sie Nähte sowie Kanten. So verbinden Sie technische Daten mit Ihrem tatsächlichen Einrichtungskonzept.

Drei Polsterstühle mit beigem Stoff, olivgrünem Velours und cognacfarbenem Kunstleder neben passenden Materialmustern.

6. Stoff, Velours und Kunstleder richtig vergleichen

Die Materialbezeichnung allein reicht für eine belastbare Auswahl nicht aus. „Velours“ beschreibt eine Oberfläche mit Flor, während „Polyester“ eine Faser bezeichnet. Ein Veloursbezug kann deshalb beispielsweise aus Polyester bestehen. Vergleichen Sie immer die vollständige Bezugsqualität.

Textile Bezüge und Velours

Betrachten Sie neben Abriebwert und Pflegehinweisen auch das Erscheinungsbild im vorgesehenen Licht. Bei Florstoffen können Strichrichtung und Druckstellen die Wahrnehmung beeinflussen. Eine Musterfläche hilft, diesen Effekt vor der Bestellung einzuordnen.

Kunstleder und beschichtete Oberflächen

Hier müssen Sie besonders auf das Prüfverfahren achten: ISO 12947-2 gilt nicht für beschichtete oder laminierte Stoffe; für die Abriebprüfung einer beschichteten Oberfläche verweist die Norm auf Verfahren der ISO-5470-Reihe. Vergleichen Sie daher keine Zahlen aus unterschiedlichen Methoden, ohne deren Grundlage zu prüfen.

Fragen Sie bei Kunstleder außerdem nach der vorgesehenen Reinigung und den freigegebenen Mitteln. Eine abwischbare Oberfläche ist nicht automatisch für jedes Desinfektionsmittel geeignet. Lassen Sie sich die Pflegeinformationen für die konkret bestellte Ausführung geben.

Abgrenzung des Prüfverfahrens: ISO 12947-2.

Konferenzstuhl mit schwarzer Netzrückenlehne und grauer Stoffsitzfläche neben passenden Netz- und Stoffmustern.

7. Sitzfläche und Rückenlehne getrennt prüfen

Ein Stuhl kann mehrere Bezugsmaterialien besitzen. Deshalb sollten Sie bei einer Martindale-Angabe immer fragen, ob sie für die Sitzfläche, die Rückenlehne oder beide Bauteile gilt. Eine hohe Zahl für den Netzrücken beschreibt nicht automatisch die Scheuerbeständigkeit des Sitzstoffs.

Produktangaben richtig lesen: zwei Beispiele aus dem Sortiment
ModellAngabe auf der ProduktseiteWorauf Sie achten sollten
Konferenzstuhl FLOW Sitzstoff: 20.000 Martindale-Zyklen.
Netzgewebe der Rückenlehne: 100.000 Martindale-Zyklen.
Die beiden Bauteile getrennt bewerten und die Sitzfläche mit dem eigenen Anforderungsprofil abgleichen.
Konferenzstuhl LENZO Schwarz 50.000 Martindale-Zyklen laut Produktbeschreibung.Bei einer verbindlichen Bezugsvorgabe die Zuordnung zum Bauteil und das Prüfverfahren bestätigen lassen.

Stand der eingesehenen Produktangaben: 4. November 2026. Maßgeblich sind die aktuelle Ausführung, die Produktunterlagen und die für Ihre Bestellung bestätigten Eigenschaften.

Diese Beispiele sind keine Rangliste. Legen Sie zuerst Ihren Bedarf fest und prüfen Sie anschließend, welches Modell die gewünschten Eigenschaften insgesamt erfüllt. Sitzkomfort, Abmessungen und Handhabung gehören ebenfalls dazu.

Zwei Personen vergleichen Polsterstoffmuster an einem Holztisch; im Hintergrund stehen Restaurant-, Hotel- und Bankettstühle.

8. So wählen Restaurants, Hotels und Eventbetriebe den Bezug

Restaurant und Café: Gästewechsel und Pflege zusammen planen

Halten Sie fest, wie oft Sitzplätze am Tag neu belegt werden und welche Verschmutzungen typischerweise auftreten. Prüfen Sie anschließend einen Musterstuhl mit dem Team, das ihn später reinigt und bewegt. Passende Modelle finden Sie in der Kategorie Restaurantstühle.

Hotel und Konferenz: Sitzdauer und Raumwechsel berücksichtigen

Für einen Frühstücksraum und einen ganztägigen Seminarbetrieb können unterschiedliche Eigenschaften entscheidend sein. Besprechen Sie deshalb neben dem Bezug auch Sitzkomfort, Gewicht und die geplante Kombination mit Ihren Tischen. Vergleichen Sie hierfür unsere Konferenz- und Besucherstühle.

Bankett und Event: Handhabung in den Vergleich aufnehmen

Bei häufigem Auf- und Abbau sollten Sie zusätzlich klären, wie die Stühle transportiert und gelagert werden. Fragen Sie nach zulässiger Stapelzahl und passenden Transporthilfen. Der Stoffwert beantwortet diese Fragen nicht. Eine Auswahl für Veranstaltungen bieten unsere Bankettstühle.

Zwei Personen vergleichen Stoffmuster neben einem beigen Polsterstuhl; auf dem Tisch liegen eine weiche Bürste und ein weißes Reinigungstuch.

9. Pflege und Reinigung vor dem Kauf klären

Ein Bezug muss zu den Abläufen Ihres Teams passen. Fragen Sie deshalb schon vor der Bestellung nach einer schriftlichen Pflegeanleitung. So erkennen Sie, ob Ihre vorhandenen Mittel und Verfahren für die gewünschte Ausführung geeignet sind.

  • Routine festlegen: Wer entfernt lose Verschmutzungen und kontrolliert die Bezüge?
  • Fleckenbehandlung abstimmen: Welche Mittel sind erlaubt und wo erfolgt der verdeckte Materialtest?
  • Trocknung einplanen: Wie lange bleibt ein feucht gereinigter Stuhl außerhalb des Einsatzes?
  • Dokumentation ablegen: Bezugsname und Pflegeinformationen zusammen mit der Bestellung aufbewahren.

Übertragen Sie die Pflegefreigabe eines Stoffes nicht auf einen ähnlich aussehenden Bezug. Auch Dampf, starke Reibung oder Desinfektion sollten nur eingesetzt werden, wenn sie für das konkrete Material geeignet sind.

Den passenden Arbeitsablauf beschreibt unser Ratgeber Polsterstühle reinigen: materialgerechte Pflege für Gastronomie und Hotels.

3D-Visualisierung eines Polsterstuhls neben einer Checkliste, Stoffmustern, einem Maßband und einer Metallprobe.

10. Checkliste vor der Bestellung von Polsterstühlen

Verwenden Sie für alle Angebote dieselbe Fragenliste. Dadurch erkennen Sie fehlende Angaben frühzeitig und können vor einer größeren Anschaffung gezielt nachfragen.

  1. Einsatz: Raum, Nutzungshäufigkeit, Sitzdauer und benötigte Stückzahl festlegen.
  2. Ausführung: Modell, Farbe, Bezugsname und Materialzusammensetzung eindeutig benennen.
  3. Bauteil: Martindale-Angaben der Sitzfläche und Rückenlehne zuordnen.
  4. Prüfgrundlage: Norm, Prüfbedingungen und Ergebnis beim Anbieter anfragen.
  5. Weitere Merkmale: Pilling, Farbechtheit und gegebenenfalls benötigte Brandprüfungen berücksichtigen.
  6. Gesamtstuhl: Maße, Belastbarkeit, Gestell und mögliche Stapelfunktion separat prüfen.
  7. Muster: Sitzprobe und Pflegeabstimmung mit dem eigenen Team durchführen.
  8. Bestellung: Liefertermin, Nachbestellmöglichkeiten und vereinbarte Eigenschaften dokumentieren.

Für Ihre Anfrage: Nennen Sie uns die geplante Nutzung und Stückzahl. Falls Ihr Projekt verbindliche Bezugswerte oder bestimmte Nachweise verlangt, geben Sie diese direkt an. So lässt sich gezielt prüfen, welche Ausführungen infrage kommen.

11. Häufige Fragen zu Martindale und Scheuertouren

Was sind Scheuertouren bei einem Stuhlbezug?

Sie bezeichnen Prüfzyklen einer Abriebprüfung. Erst zusammen mit Verfahren, Prüfbedingungen und Endpunkt lässt sich der veröffentlichte Wert sinnvoll einordnen.

Sind 20.000 Martindale für die Gastronomie ausreichend?

Das hängt vom Nutzungsprofil und der geprüften Ausführung ab. ACT nennt 20.000 Zyklen als freiwillige Orientierung für weniger frequentierte gewerbliche Bereiche. Für stark frequentierte öffentliche Bereiche nennt ACT 40.000. Eine pauschale Freigabe für jeden Gastronomiebetrieb ergibt sich daraus nicht.

Sind 50.000 Scheuertouren ein guter Wert?

Die Zahl kann eine hohe Scheuerbeständigkeit belegen. Prüfen Sie jedoch zuerst, für welches Material und welches Bauteil sie gilt. Weitere Eigenschaften und die Eignung des gesamten Stuhls bleiben separat zu beurteilen.

Wie viele Jahre hält ein Bezug mit 100.000 Martindale?

Das lässt sich aus der Kennzahl nicht berechnen. Nutzungsbedingungen, Pflege und Verarbeitung beeinflussen die tatsächliche Haltbarkeit. Eine konkrete Lebensdauerzusage müsste gesondert vereinbart sein.

Ist Martindale dasselbe wie Pilling?

Nein. Die Scheuerbeständigkeit beschreibt das Verhalten bei Abrieb. Pilling bewertet die Knötchenbildung auf der Oberfläche. Die Ergebnisse stehen deshalb getrennt im Stoffdatenblatt.

Zeigt der Martindale-Wert die Belastbarkeit in Kilogramm?

Nein. Er bezieht sich auf das Material bei einer Abriebprüfung. Für das zulässige Nutzergewicht und die Stabilität benötigen Sie Angaben zum vollständigen Stuhlmodell.

Kann ich Kunstleder und Stoff anhand derselben Zahl vergleichen?

Nur wenn Prüfgrundlage und Bewertung tatsächlich vergleichbar sind. Für beschichtete Oberflächen gelten andere Prüfverfahren als der Anwendungsbereich von ISO 12947-2.

Gilt eine hohe Martindale-Zahl auch für Outdoor-Stühle?

Sie belegt allein keine Outdoor-Eignung. Für den Außenbereich benötigen Sie eine ausdrückliche Freigabe des konkreten Möbel- und Bezugssystems.

3D-Visualisierung eines beigen Restaurantstuhls, eines olivgrünen Polsterstuhls mit Armlehnen und eines anthrazitfarbenen Bankettstuhls auf einem Podest.

12. Passende Stühle für Ihren Betrieb auswählen

Nutzen Sie Martindale bei Stühlen als einen Baustein Ihrer Kaufentscheidung. Legen Sie zuerst den Einsatz fest und vergleichen Sie danach Bezug, Pflege, Komfort und Konstruktion. So entsteht eine nachvollziehbare Auswahl für Restaurant, Hotel, Bankett oder Konferenz.

Entdecken Sie unser Sortiment oder informieren Sie sich über die Möglichkeiten für größere Ausstattungsvorhaben. Halten Sie für eine konkrete Anfrage die gewünschte Stückzahl, den Lieferort und Ihre besonderen Anforderungen bereit.

13. Quellen und technische Grundlagen

Die technische Einordnung stützt sich auf die folgenden Fachquellen. Die ACT-Werte sind freiwillige Branchenrichtwerte. Sie ersetzen keine projektspezifische Produktauswahl oder Prüfung der angebotenen Ausführung.

  1. ISO 12947-2:2016 : Martindale-Verfahren zur Bestimmung der Probenzerstörung; Anwendungsbereich und Abgrenzung zu beschichteten Stoffen.
  2. Association for Contract Textiles: Abrasion Disclaimer und ACT Abrasion Guidelines : freiwillige Orientierungswerte und Grenzen der Aussagekraft von Abriebprüfungen.
  3. Kvadrat: Understanding key fabric performance indicators : Einordnung von Abriebprüfung, Pilling und Lichtechtheit.
  4. Gabriel: Comfort+ : Beispiel für getrennte Angaben zu Scheuerbeständigkeit, Pilling, Licht- und Reibechtheit.

Redaktioneller Stand: 4. November 2026. Die Produktbeispiele verlinken direkt auf die eingesehenen Gastro-Uzal-Produktseiten.